Deutschland, Trekking

Eifelsteig zwischen Nettersheim und Monschau

Auf dieser viertägigen Wanderung, die weitgehend auf dem prämierten Eifelsteig verläuft, werden Höhepunkte der Nordeifel wie das Kloster Steinfeld, der Nationalpark Eifel, die ehemalige NS-Ordensburg Vogelsang oder die schmucke Altstadt von Monschau besucht. Besonders ansprechend ist die Kultur- und Naturlandschaft entlang des Weges, sehr häufig schöne Eichen- und Buchenwälder. Definitiv eine der schönsten Mehrtagestouren im Westen.

Die Wanderung überwindet bei tollem 70% Pfad- und Naturweganteil insgesamt 80 Kilometer und 2.000 Höhenmeter. Diese sind aufgeteilt auf:
Tag 1: 20 Kilometer
Tag 2: 15 Kilometer
Tag 3: 25 Kilometer
Tag 4: 20 Kilometer


Ausgangspunkt ist Nettersheim, das gut aus Richtung Köln, Bonn oder Trier zu erreichen ist. Je einmal stündlich fahren der RE22 und die RB24 von Köln nach Nettersheim, von Bonn aus nimmt man die S23 bis Euskirchen und steigt dort in die Züge aus Richtung Köln um. Die Fahrt dauert nur knapp über eine Stunde.
Das Ziel ist Monschau, von wo aus in unter einer Stunde Schnellbusse Aachen erreichen. Hier gibt es viele verschiedene Linien, am besten am Tag der Reise die DB Navigator-App nutzen. Während der Wanderung kann durchgehend biwakiert oder gezeltet werden, alternativ gibt es in den Orten auch Pensionen, Ferienwohnungen oder Gästehäuser.

Ausgangspunkt der Wanderung ist der Wanderbahnhof Nettersheim. Nettersheim liegt nicht nur am Eifelsteig sondern markiert auch den Beginn des Römerkanal-Wanderwegs, der entlang der 95,4 Kilometer langen antiken Eifelwasserleitung verläuft.
Nur hundert Meter vom Bahnhof entfernt findet sich das Naturzentrum Eifel, der perfekte Ort um sich mit Karten und Informationsmaterial einzudecken. Dort findet sich neben einer Information und einem Shop auch ein großes Korallenaquarium, das auf die Vorgeschichte des lokalen Gesteins verweist. Im Obergeschoss gibt es eine größere Ausstellung, zu der der Zutritt jedoch 2€ kostet. Das Naturzentrum hat in den Sommermonaten von 9 bis 18 Uhr geöffnet (an Wochenenden ab 10 Uhr), im Winter bis 16 Uhr.
Bereits kurz nach Nettersheim verläuft der Eifelsteig über schöne Wege und durch eine jahrtausendealte Kulturlandschaft, die durch Wiesen, Hecken und kleine Waldstücke geprägt ist.
In der Talaue Grüner Pütz liegt neben Feuchtwiesen und einer großen Schutzhütte auch ein wichtiges Quellgebiet der Eifelwasserleitung, die das antike Köln mit Trinkwasser versorgte.
Eine der vielen Quellfassungen im Grünen Pütz. Von hier aus wurden täglich bis zu 20.000 Kubikmeter Wasser über fast 100 Kilometer nach Köln transportiert, was im Jahre 80 n. Chr. der gewaltigsten Ingenieursleistung nördlich der Alpen gleichkommt.
Kurz nach dem Grünen Pütz wird der Römerkanal-Wanderweg verlassen und es beginnt ein stetiger Aufstieg. Hier findet sich eine der wenigen Feldfluren entlang des Weges, auf der sehr einfach Hasen, Füchse und Mäusebussarde beobachtet werden können.
Bereits hier, außerhalb des Nationalparks, wird der Wald zu großen Teilen von Laubbäumen ausgemacht.
Vom Eifelblick Königsberg auf etwa 500 Metern Höhe hat man einen fabelhaften Blick auf das nahe Kloster Steinberg.
Wirkte es gerade noch so nah, muss nun aber erst in ein Tal abgestiegen werden, bevor erneut zum Kloster aufgestiegen wird.
Im Tal des Gillesbaches führt der Eifelsteig nur wenige hundert Meter am Ausweichsitz des Landes Nordrhein-Westfalens vorbei, einer Bunkeranlage aus der Zeit des Kalten Krieges. Diese kann an wenigen Wochentagen mit einer Führung besichtigt werden.

Kurz darauf erreicht man auf dem Eifelsteig das Kloster Steinfeld. Das Kloster aus dem Jahr 1070 war von großer Bedeutung im damaligen deutschen Reich und verfügt über eine romanische Basilika aus dem 12. Jahrhundert. Besonders die Inneneinrichtung enthält jedoch Spuren verschiedener Epochen und Kunstrichtungen.

Neben der Basilika besteht das Kloster heute aus vielen Nebengebäuden, die als Wohnstätte der Salvatorianer, als Gymnasium und als Gästehaus genutzt werden. Außerdem gibt es eine tolle Parkanlage mit Labyrinth sowie ein Café, das sich gut zum Auffüllen der Wasserreserven eignet.
Nach dem Kloster führt der Eifelsteig wieder weitestgehend durch Wiesen, was aufgrund der vielen Bäume sowie Senken und Hügel nicht langweilig wird.

Ein Stück vor dem Ort Golbach zweigen wir vom Eifelsteig ab, um auf dem Kamm des Pferdekopfes (527m) einen schönen Aussichtspunkt sowie ein gutes Nachtlager zu finden.

An einer bewaldeten Stelle des Kamms, nur wenige hundert Meter abseits des Eifelsteigs, liegt eine perfekt für ein luxuriöses Biwak geeignete Schutzhütte in ruhiger Lage. Wer stattdessen in einer Pension unterkommen möchte, kann dies im nahen Golbach tun, bspw. hier.
An das offene, durch Wiesen geprägte Tal, in dem Golbach liegt, schließt ein größerer Waldabschnitt an. In diesem verläuft der Weg parallel zum Pingenwanderpfad.
Pingen sind trichterformige Vertiefungen, die durch Bergbau entstanden, und in der Region rund um Kall deutlich im Gelände zu erkennen. Hier wurden bis zum Ende des 18. Jahrhunderts hunderte Schachtanlagen angelegt, aus denen eisenerzhaltiges Gestein gefördert wurde. Meistens war dies ein Nebenerwerb von Bauern und deren Familien, die in den Wintermonaten die schweißtreibende Arbeit durchführten. Viele Tafeln entlang des Weges informieren über das spannende Thema.
Neben den kulturellen Spuren führt der Eifelsteig auch weiterhin durch sehr abwechslungsreiche Landschaften.
In Olef wird das Zentrum eines süßen Fachwerkortes durchquert. Die Besonderheit ist hier, dass die Oleftalbahn, die das durch Eisenverhüttung geprägte Tal Ende des 19. Jahrhunderts erschloss, direkt durch den Ort führt. Diese ist jedoch heutzutage ausschließlich für Touristen an Sonntagen im Sommer in Betrieb.
Oberhalb des Ortes wird der Aussichtspunkt Kuckucksley erreicht. Das alte Wort Ley bezeichnet eine Klippe oder einen (Schiefer-)Felsen und wird heutzutage besonders in den Regionen Mittelrhein und Eifel verwendet. Während im Laufe des Eifelsteigs viele solcher Orte passiert werden, liegt der berühmteste, die Loreley, hoch über dem Rhein.

Besonders an diesen steilen, steinigen und trockenen Hängen wachsen vornehmlich Eichen, die perfekt an diese Umweltbedingungen angepasst sind.

Bis zur Ankunft in Monschau ist das 4.000 Einwohner-starke Gemünd der größte Ort, der passiert wird. Hier finden sich neben einem Supermarkt und mehreren Bäckern auch gute ÖPNV-Anbindungen aus Richtung Köln. Daher stieß an dieser Stelle ein Freund zu unserer Wanderung hinzu.
Die Bedeutung des Tourismus für die Eifel offenbart sich in der Einkaufsstraße, die deutlich größer ist als in mancher größeren Stadt. Wir empfanden besonders die Bänke vor dem Brauhaus als sehr einladend.
In Gemünd erreichen wir ein kostenfrei zugängliches Ausstellungszentrum, das über den nahen Nationalpark informiert. In der Nationalpark-Tor genannten Ausstellung gibt es unter anderem ein 3D-Geländemodell sowie die Geschichte und ein Diorama des Lebensraums Wald zu bestaunen.
Zwischen Gemünd und Vogelsang bieten sich nur wenige Stellen für ein Biwak an, da große Teile der Strecke zum Nationalpark oder einem Naturschutzgebiet gehören. Es bietet sich lediglich der Waldrand unterhalb des Modenhübels an, wenn dieser auch an vielen Stellen recht abschüssig ist. Dafür ist man so mitten in der Natur und bezahlt kein Geld. Alternativ gibt es in der Nähe einen offiziellen Biwakplatz, an dem sogar ein Zelt aufgeschlagen werden kann und der über eine Komposttoilette verfügt. Dieser kostet pro Zelt und Nacht 10€, ab zwei Personen ein fairer Preis. Nachteil ist hier: Der Zeltplatz ist an Wochenenden oft monatelang im Voraus ausgebucht und liegt sehr nah am ehemaligen Kasernengelände Vogelsang. Hier ist man nicht wirklich ungestört. Die dritte Option ist erneut komfortabler: Das Gästehaus K13 liegt auf dem Gelände Vogelsang und ähnelt einer Jugendherberge.
Mit dem Modenhübel wird ein weiterer Eifelblick erreicht. Hier der Blick zurück nach Gemünd und auf die durchgängige Waldfläche des Kermeters, Kern des Nationalparks Eifel.
Vor uns liegt nun die ehemalige NS-Ordensburg Vogelsang. Das gewaltige Gelände wurde unter den Nationalsozialisten errichtet und sollte einen der vier Standorte im Dritten Reich darstellen, in dem die Führungselite Hitlers ausgebildet wird. Weder das vollkommen überdimensionierte Gelände noch der Lehrgang wurden je fertiggestellt.
In jedem Fall eignet sich der Eifelblick Modenhübel für ein warmes Frühstück – die Hochfläche bietet tolle Aussicht, aber auch frische Winde.
Während bereits an den ersten beiden Tagen der Wanderungen häufige An- und Abstiege normal waren, wird dies an Tag drei noch einmal intensiver. Zwischen dem Eifelblick und Vogelsang liegt ein feuchtes Tal, das teilweise auf hölzernen Wegen überquert werden muss.
Hier befinden wir uns jetzt zum ersten Mal im Nationalpark, passenderweise begrüßt uns direkt ein Eichhörnchen, das laut kauend nur zwei Meter neben dem Weg sitzt.
Die NS-Ordensburg oberhalb der Urfttalsperre wurde nach Ende des Krieges erst von den Briten und später von den Belgiern genutzt. Die Ausmaße sind schwer in Schrift oder Fotografie festzuhalten, weshalb ich hier keine weiteren Bilder gemacht habe. Stattdessen sollte man sich unbedingt ein eigenes Bild vom Gelände machen.
Heute werden die zentralen Gebäude von Vogelsang unter der Bezeichnung „Internationaler Platz“ als Ausstellungs- und Informationszentrum genutzt, das 365 Tage im Jahr von 10 bis 17 Uhr geöffnet ist. Die Ausstellung „Bestimmung: Herrenmensch“ setzt sich tiefer mit der Funktion der NS-Ordensburg sowie mit der – geplanten – Führungselite im Dritten Reich auseinander.
Zweite zentrale Ausstellung im Gebäude ist mit „Wildnis(t)räume“ das Informationszentrum des Nationalparks Eifel. Es wird auf viele Besonderheiten und Aspekte des Parks hingewiesen, die später in der Natur wiedererkannt werden können. Beide Ausstellungen zeichnen sich durch außergewöhnlich gut umgesetzte Barrierefreiheit und Vielsprachigkeit aus. Der Eintritt zu einer der beiden Ausstellungen kostet 8€, ermäßigt nur 4€, ein Kombiticket kostet 12€, ermäßigt nur 6€. Wermutstropfen ist hier, dass spätestens nach drei Stunden an den noch bevorstehenden Weg gedacht werden muss.

Neben der Nutzung von Vogelsang als Kaserne war die angrenzende Hochfläche bis 2005 Truppenübungsplatz der belgischen Streitkräfte. In diesem Zuge mussten 1946 die Anwohner die Ortschaft Wollseifen räumen. Heute sind in der Wüstung Wollseifen neben einigen historischen Gebäuden wie der Kirche noch Gebäude für das Üben des Häuserkampfes vorhanden. Tafeln und ein Modell informieren über die Geschichte.

Heute wird die durch den Übungsplatz zurückgelassene Hochfläche als wichtiger Lebensraum für seltene Arten freigehalten. Sie zählt daher nicht zur Kernzone des Parks, die komplett naturbelassen ist, trägt aber dennoch zu einer größeren Artenvielfalt bei.
Aufgrund der sehr späten Eingliederung des Übungsplatzes in den Nationalpark Eifel verläuft der Eifelsteig in diesem Bereich wider erwarten auf breiteren Forstwegen als außerhalb des Parks. Besonders deutlich wird in diesem Bereich jedoch darauf hingewiesen, dass aufgrund von Munitionsresten das Verlassen der Wege höchst gefährlich ist.
Der größte Abstieg der viertägigen Wanderung erfolgt von der Hochfläche zur Urfttalstaumauer. Diese wurde von 1900 bis 1905 zur Stromerzeugung und als Trinkwasserspeicher errichtet. Unterhalb liegt der Obersee der Urfttalsperre, der seinerseits durch eine weitere Staumauer vom eigentlich Urftstausee getrennt ist. Es ist offensichtlich, dass die recht tief eingeschnittenen Täler der Nordeifel bestens für Wasserkraftwerke geeignet sind. Doch während die dadurch gewonnene Energie sehr sauber und sicher ist, sind die Umweltfolgen großer Stauseen beachtlich.
Entlang des Rur-Obersees verläuft der bisher belebteste Teil des Eifelsteigs immer nah am Ufer entlang. Viele Tagesbesucher haben das Schiff zur Urfttalsperre genommen und sind nun zu Fuß oder per Fahrrad auf dem Weg nach Einruhr.
Das Ufer des Obersees der Rurtalsperre eignet sich herrlich zur Beobachtung von Vögeln.
An einigen Stellen entlang des Sees liegen junge Bäume gefällt dar, was sofort stutzig macht. Genaueres Hinsehen offenbart, dass dies nicht das Werk von Menschen, sondern von Bibern ist. Auch hier hat sich die seltene Art wieder niedergelassen, die lange Zeit aus weiten Teilen Deutschlands verschwunden war.

Im Nationalpark gelten strenge Regeln zum Naturschutz, mit denen sich jede/r BesucherIn auseinandersetzen sollte. Diese Kunst hingegen sei den Tätern vergeben.

Besonders bei schönstem Sonnenschein sind die Ansichten des Sees mit den angrenzenden Laub- und Mischwäldern traumhaft – und erinnern manchmal gar an eine bekannte Bierwerbung.

Nach Verlassen des Nationalparks kann man auf einem kurzen Stück dem Wildnis-Trail anstelle des Eifelsteigs folgen. Zwar kürzt man so etwas ab, begibt sich aber auf einen schmalen Pfad an einer steilen Bergflanke. Hier habe ich mich besonders an den Urwaldsteig zurückerinnert.

Der kleine Ort Einruhr am oberen Ende des Stausees verfügt über tolle touristische Infrastruktur. Neben einer Touristeninformation gibt es eine Wandererstation mit Mineralwasserbrunnen, Grillplatz, Regenraum und Toiletten. Außerdem können wir die kleine, lokale Eisdiele als ausgezeichnet bestätigen. Nur etwa hundert Meter weiter kann man sich mit dem Eis auf diese höchst gemütliche Bank setzen. Wermutstropfen dieses Ortes sind die vielen Motorradfahrer, die man bereits Kilometer vor Einruhr die kurvigen Straßen entlangrasen hört.
Nach der Pause beginnt noch einmal ein Anstieg, der an diesem intensiven Tag anstrengender ist als sonst.
Blick zurück auf den See und den Ort.
Wie bereits an den ersten beiden Tagen führt auch nun der Eifelsteig wieder über schmale
aldpfade…
…oder über angenehme Feldwege an steilen Wiesen.
Alleine ist man auf diesem ortsnahen Abschnitt des Steiges selten, wenn man auch weit mehr Kühen als Menschen begegnet. Diese sind erfreulicherweise nicht enthornt und sehen sehr gesund aus.
Weit über dem Rurtal bricht nun der Abend herein, der eine herrliche Atmosphäre schafft.
Kurz vor Sonnenuntergang taucht die Sonne die Talaue noch einmal in ein wunderbar warmes Licht. Glücklicherweise ist das Tagesziel fast erreicht.
Zur Übernachtung bietet sich das Camp Hammer im gleichnamigen Ort Hammer an. Für angemessene Preise kann hier ein Zelt aufgebaut werden, und für 1€/6 Minuten heiß geduscht werden. Nach den letzten drei Wandertagen eine gelungene Abwechslung. Die Toiletten sind neu und sauber, man trifft andere Leute, auch gibt es ein Bistro sowie einen Kiosk. Alternativ gibt es in Hammer auch wenige Ferienwohnungen/Pensionen.
Tag vier beginnt mit einem steilen Anstieg, dessen hart erkämpfte Höhenmeter man dann prompt wieder verliert. So läuft eben Trekking in den Mittelgebirgen.
Die teils sehr steil abfallenden Hänge des Weges offenbaren immer wieder schöne Ausblicke auf das natürliche Rurtal.
Wegen Brückenbauarbeiten muss in den Jahren 2019/2020 nahe dem Ort Widdau eine Umleitung über den Rurtalweg gegangen werden, die den Weg jedoch sogar um 500 Meter verkürzt. Entlang des ebenfalls sehr schönen Rurtalwegs liegt dieser verwunschene Lagerkeller in einen Berghang gebaut.
Zurück auf dem Eifelsteig passiert dieser eine alte Köhlerhütte mit einer nachgebauten historischen Wassermühle.

Der Weg bleibt abwechslungsreich und recht einsam.

Was die Höhenmeter betrifft, erreicht die Wanderung in der Ortschaft Höfen mit 550 Metern über NN den Höhepunkt. Der Ort auf einer weiten Hochebene, die bereits zum Naturpark Hohes Venn zählt, zeichnet sich besonders durch gewaltige Buchenhecken aus, die Wiesen sowie Häuser umgeben und teilweise Jahrhunderte alt sind.
In Höfen finden sich in direkter Nachbarschaft auch ein weiteres Nationalpark-Tor, ein Restaurant sowie eine Wandererstation. Hier kann also sehr gut Rast eingelegt werden und sich noch einmal mit dem Nationalpark auseinandergesetzt werden, bevor wenige Kilometer später Monschau erreicht wird.
Die Perlenbachtalsperre ist kleinster Trinkwasserstausee Deutschlands. Im Spätsommer scheint sie auch mal fast komplett leer zu sein.
Während entlang der Perlenbachtalsperre noch ein breiter Weg führt, zählen die letzten zwei Kilometer vor Monschau überraschenderweise zu den schönsten der ganzen Wanderung. Markante Schieferfelsen schauen aus dem Kieferwald hervor, über die man teilweise sogar kraxeln darf. Das Erlebnis, das auf dem Eifelsteig einer Gratwanderung am nächsten kommt.
Auch entlang des Perlenbachtals finden sich zu viele Felsen, als dass an allen davon eine Pause gemacht werden könnte.
Dazu zählen auch Teufels- und Engelsley, von denen aus das Hohe Venn ausgemacht werden konnte.
Bevor dann die schöne Altstadt Monschaus erreicht wird, führt der Weg einmal auf der gegenüberliegenden Seite entlang und offenbart tolle Ausblicke auf die Stadt.

Monschau ist berühmt für die gut erhaltene Fachwerkaltstadt sowie den Monschauer Senf. Besonders, wenn man die Stadt am Wochenende erreicht schieben sich hunderte Touristen aus Benelux und Deutschland durch die kopfsteingepflasterten Straßen. Nach den ruhigen letzten Tagen auf dem Eifelsteig ein heftiger Kulturschock.

Die Stadt Monschau wurde im Jahr 1198 erstmalig urkundlich erwähnt. Im 18 Jahrhundert erreichte die Stadt den wirtschaftlichen Höhepunkt durch die Tuchfabrikation der Familie Scheibler. Diese errichteten auch das berühmte Rote Haus in der Monschauer Altstadt, das heute besichtigt werden kann.

In Monschau kann je nach Belieben noch viel oder wenig unternommen werden. Wer noch nicht genug Höhenmeter gemacht hat, sollte sich den Aufstieg zur Burg nicht entgehen lassen.

Der Blick zurück von der Burg, die im 13. und 14. Jahrhundert errichtet wurde, auf den Kierberg, von dem aus eben noch das schöne Panorama Monschaus zu sehen war.
Das Außengelände der Monschauer Burg kann besichtigt werden und ist im Sommer Kulisse für Konzerte und Theater, in den Gebäuden liegt eine Jugendherberge. Wenn mehr Zeit in Monschau verbracht werden soll, oder die Rückreise recht lange dauert, lohnt sich definitiv noch eine Übernachtung hier.

Auf dem Eifelsteig kann man sich dank der guten Beschilderung und den für die Mittelgebirge klassischen Markierungen eigentlich nicht verlaufen. Wer jedoch gerne die GPS-Daten mit den Schlafplätzen und weiteren Infos hätte, findet diese natürlich auf alpenvereinaktiv.com. Die Tour sind Joachim und Robin vom 19. bis 22.09.2019 mit mir gegangen.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s