Berchtesgadener Alpen, Wanderungen

Wanderung von Ramsau über den Wartstein zum Hintersee

Egal ob kurzer Spaziergang für Bergsteiger oder Halbtageswanderung für Familien, diese leichte Tour begeistert Groß und Klein. Neben der berühmten Ramsauer Kirche und dem aussichtsreichen Wartstein führt sie am malerischen Hintersee entlang und durch den mystischen Zauberwald.

Der Nationalpark Berchtesgaden ist mit seinen naturnahen Bergen eine der schönsten Alpenregionen für große Bergtouren. Doch dafür muss die Jahreszeit und die Witterung passen, und noch dazu genug Zeit zur Verfügung stehen. Aber diese etwa 10 Kilometer lange Runde kann ganzjährig und auch bei Regen begangen werden. Daher war sie für viele meiner MitbewohnerInnen und mich unsere liebste Strecke zum Joggen oder für einen Feierabendspaziergang. GPS-Daten findet Ihr hier auf alpenvereinaktiv.com.

Ausgangspunkt der Wanderung ist das Zentrum des ersten deutschen Bergsteigerdorfes, Ramsau bei Berchtesgaden. Hier trifft man überraschend viele Touristen, die nicht zum wandern hier sind, sondern das berühmte Panorama der Ramsauer Kirche vor der Reiteralm bewundern möchten. Nur wenige hundert Meter weiter hat man diese jedoch komplett hinter sich gelassen.
Nach einem ersten Anstieg, der auch der steilste dieser Wanderung bleiben soll, kann man zurück auf Ramsau schauen. Im Hintergrund erhebt sich der Hohe Göll (2.522m), zu dessen Fuß Berchtesgaden liegt.
Wir folgen dem Weg um den Kunterwegkogel, der sich nur gut 200 Höhenmeter aus dem Tal der Ramsauer Ache erhebt. Das reicht jedoch oftmals aus, um dem Talnebel zu entkommen und wie hier einen Blick auf den Steinberg (2.065m) zu erhaschen.
Bei dem Weg handelt es sich meist nicht um breite Forstwege, sondern angenehm schmale und dennoch einfach zu begehende Naturwege.
Hier ein Blick in Richtung des Toten Mannes, eines kleinen Berges auf der Südseite der Runde. Im Mai 2019 erringt der Winter nochmal für ein paar Tage die Oberhand über den Frühling, der die meisten Bäume schon grün gezaubert hat.
Aber egal wie die Witterung ist, ob Sonne scheint, es nebelig ist oder wie hier noch Schnee liegt: Die Wanderung weiß zu gefallen.
Hier ein Blick auf Watzmann (links, 2.713m) und den Steinberg aus einer anderen Perspektive. Viele Bänke entlang des Weges laden mit solchen Aussichten zum Verweilen ein.
Direkt unterhalb des Warsteins ist eine kleine Grotte zu finden, in der einmal ein Einsiedler gelebt haben soll.
Am Warstein selbst erhält man dann erstmals auch eine tolle Aussicht auf den Hintersee. Darüber liegt die Halsalm, von der sich eine Schneise der Verwüstung hinab zum See zieht. Hier ging am 11.01.2019 eine große Lawine ab und endete nur wenige dutzend Meter vor einigen Wohnhäusern.
Auch zurück in Richtung Ramsau kann man vom Wartstein blicken. Auf Kinder sollte man hier jedoch gut aufpassen, da der Fels an vielen Stellen steil abfällt.
Nach dem kurzen Abstieg zum Hintersee ist man eine Zeit lang auf dem Prinzregent Luipold-Weg unterwegs, der einmal um den See herumführt. Hier eine Aufnahme von einem Tag, an dem mal die Sonne schien.
Am Hintersee gibt es neben etwas Gastronomie und einigen Hotels auch einen kleinen Eisstand, an dem es Eis aus leckeren, selbstgemachten Hörnchen gibt. Direkt unterhalb des Eisstandes können Tret- und Ruderboote ausgeliehen werden, um damit über den See zu fahren. Auch fährt hier eine kleine Fähre über den See, die sicher spannend für Kinder ist. Im See baden ist übrigens nur etwas für Mutige: Die Temperatur steigt auch im Sommer nicht über 14 Grad.
Hier ein Blick auf das Hochkalter-Massiv. Links der Steinberg, in der Mitte die Schärtenspitze (2.153m), weiter rechts und vom Rotpalfen (2.367m) verdeckt der Hochkalter (2.607m) selbst. Das Wasser des Hintersees ist so klar, dass man auch im Winter, wenn der See gefroren ist, durch das Eis den Boden sehen kann.
Der Rückweg vom Hintersee erfolgt durch den Zauberwald, einem mystischen Wegabschnitt, an dem sich die reißende Ramsauer Ache einen Weg durch große Felsblöcke sucht. Hier gibt es auch eine gemütliche Gaststätte, die sich gut zur Einkehr eignet, das Wirtshaus im Zauberwald.
Nach zwei weiteren Kilometern auf dem einfachen, leicht abschüssigen Weg entlang des Flusses hat man wieder Ramsau erreicht. Der Rückweg vom Hintersee kann übrigens auch mit den stündlich verkehrenden Bussen der Linie 846 abgekürzt werden. Hier ein letzter Blick hinauf zum Steinberg.

Die Bilder sind auf den vielen Spaziergängen entlang der beschriebenen Route entstanden, die ich im Jahr 2019 mit Bea, Clara, Laura & Laura, Nele, Marie, Roman, Sven und all den anderen unternehmen durfte.

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