Verschiedenes

Jahresende 2019: Ausstehende Reiseziele

Zwar fühle ich mich, als hätte ich schon eine Menge von der Welt gesehen, doch habe ich genau genommen noch gar nichts gesehen. Das zeigt die dargestellte Karte eindrucksvoll – und sie verbirgt schon die tausend Orte in bereits besuchten Ländern, die ebenfalls noch ausstehen. Selbst wenn ich mich auf meine Bucketlist beschränke, ist diese noch nie merklich kürzer geworden. Im Gegenteil – mit jeder Reise oder jedem unvorsichtigen Surfen im Internet wächst die Anzahl der Ziele exponentiell an.

Meine besuchten Länder (Stand 09/19 – Erstellt mit Traveltip.org)

Da es mir viel Freude bereitet Listen zu erstellen und das Träumen von diesen Zielen bereits Spaß macht, möchte ich meine größten Wünsche und Traumziele in einer Liste festhalten. Ich werde versuchen dies zu einer Tradition zu machen, und in Zukunft jeweils zum Jahresende eine neue Liste zu veröffentlichen – oder vielleicht auch nur eine veränderte Priorisierung. Genug der langen Vorrede, hier die Nummern 1 bis 6 auf meiner Bucketlist:

  1. Nepal | Ich liebe die Berge. Und der Himalaya ist das Dach der Welt. Deshalb ist nicht erst seit Far Cry 4 Nepal mit seinen Gebetsfahnen und weißen Gipfeln ganz oben auf dieser Liste. Während die meisten zuerst an den Mount Everest denken werden, ist mein Ziel eine etwa dreiwöchige Wanderung entlang des inzwischen ebenfalls sehr bekannten Annapurna Circuit, eventuell in Verbindung mit dem Manaslu Trek, der die Wanderung um 7-10 Tage verlängern könnte. Dabei darf nicht zu schnell gewandert werden, da am Thorong La-Pass Höhen von 5.416 Metern erreicht werden. Zuvor sollte man also bereits einige Tage auf Höhen um 4.000 Metern unterwegs gewesen sein, damit man sich akklimatisiert hat. Zur An- und Abreise muss ich vermutlich nach Kathmandu fliegen, wenn ich die Unternehmung nicht in eine längere Reise ohne Flugzeug einbauen kann. Hier würde ich mich dann ebenfalls ein paar Tage aufhalten, vermutlich vor der Tour. So könnte man vielleicht schon ein paar dutzend nepalesische Wörter und Redewendungen kennenlernen.

  2. Peru | Wüste und Regenwald, Berge und Meer; dazu mein seit Kindertagen und Tim & Struppi größtes Reiseziel: Machu Picchu. Zugehörig in erster Linie ein Aufenthalt in Cusco und dem Heiligen Tal der Maya mit Orten wie Ollantaytambo von etwa 3-4 Tagen mit anschließendem Trekking auf dem Inka-Trail. Die 5-tägige Wanderung führt nach Machu Picchu.Im direkten Anschluss möchte ich wenn möglich einen weiteren Trail gehen, und zwar den viertägigen Salkantay Trek. Alternativ gibt es auch den dreitägigen Trek zur Choquequirao-Ruinenstätte, von wo es erneut zwei Tage bis zum Ende sind. Leider wird vermutlich in den nächsten Jahren eine Seilbahn zu dieser Ruine erbaut, wodurch sie sicherlich ähnlich überrannt wie Machu Picchu wird.

    Der nächste Stopp ist nur etwa 200km Luftlinie von Cusco entfernt, könnte aber nicht verschiedener sein: Der Manú Nationalpark liegt im Tiefland des Amazonasbeckens und ist UNESCO-Weltnaturerbe mit einer unglaublichen Tier- und Pflanzenvielfalt. Im Manú Wildlife Center kann in laut Hörensagen sauberen Hütten ohne Strom aber mit sehr gutem Essen übernachtet werden. Ich möchte mir in dieser besonderen Umgebung gerne 3-4 Tage nehmen.

    Nach Cusco und dem Urwald ist die weiße Stadt Arequipa, in der ich etwa 2-3 Tage verbringen möchte, und der nahe Colca Canyon, in dem ich ebenfalls 2-3 Tage wandern möchte, mein drittes und letztes großes Ziel in Peru.

  3. John Muir Trail | Es gibt in den USA drei sehr lange und berühmte Fernwanderwege, die das Land von Süden nach Norden durchqueren. Dazu zählt der Appalachian Trail im Osten, der Continental Divide Trail entlang der kontinentalen Wasserscheide sowie der Pacific Crest Trail, der durch die Sierra Nevada an der Westküste verläuft. Während der PCT von der Grenze Mexikos bis zur Grenze Kanadas führt, gibt es einen kürzeren Trail, der sich auf 260 Kilometern den Verlauf mit ihm teilt. Dieser Fernwanderweg heißt John Muir Trail, nach dem berühmten Naturphilosophen und Umweltschützer. Effektiv ist er 356 Kilometer lang und überwindet auf dieser Strecke 14.000 Höhenmeter. Ich möchte die ca. 18-tägige Unternehmung gerne nach zwei bis drei Tagen Aufenthalt im Yosemite National Park beginnen, denn im Yosemite Valley liegt auch der nördliche Trailhead. Im Park passiere ich tosende Wasserfälle und besteige den am Weg liegenden Half Dome.

    Nach Verlassen des Nationalparks wandere ich andauernd auf über 2.400 Höhenmetern und erlebe so eine einzigartige Hochgebirgslandschaft in der Sierra Nevada. Nach einigen Wilderness und National Forest Gebieten erreicht der Trail nach vielen Gebirgspässen den Kings Canyon National Park. Hier nähern sich die Pässe langsam der 4.000 Meter Marke und die Landschaft wird von Steinen, Eis und Seen ausgemacht. Schließlich komme ich im Sequoia National Park an. Hier wird der wortwörtliche Höhepunkt der Wanderung erreicht, der 4.421 Meter hohe Mount Whitney – höchster Punkt der zusammenhängenden USA. Während der Weg hier offiziell endet, müssen noch 16 Kilometer stetig absteigender Weg zum südlichen Trailhead zurückgelegt werden. Entlang der Strecke muss die Verpflegung teilweise 7 Tage lang getragen werden, auch muss diese vor Waschbären und echten Bären gesichert werden.

  4. Transsibirische Eisenbahn | Ich möchte von daheim mit dem Zug zum Pazifik reisen. Dabei stoppe ich für 2-3 Tage in St. Petersburg und anschließend für 2-3 Tage in Moskau. Hier beginnt die berühmte Eisenbahnlinie der Transsibirischen Eisenbahn. Nach etwa 48 Stunden Fahrt im Vier-Schlafabteil erreiche ich Novosibirsk, drittgrößte Stadt Russlands. Hier möchte ich meine Reise für zwei Wochen unterbrechen und im Altaigebirge mehrtägige Wanderungen unternehmen. Wenn ich von Novosibirsk die passende Ausrüstung wieder heim schicken kann, besteige ich vielleicht den vergletscherten Belucha, den mit 4.506 Metern höchsten Berg Sibiriens. Dann setze ich meine Reise fort und erreiche nach weiteren zwei Tagen Irkutsk. Hier möchte ich mir genug Zeit nehmen, um die weite Sibiriens und natürlich den Baikalsee kennenzulernen. Nach vielleicht 5-7 Tagen reise ich dann weiter nach Wladiwostok, wo ich dann nach 11.000km auf der Schiene den Pazifik erreiche. Und dann? Vielleicht nach Kamtschatka, vielleicht nach Peking, vielleicht nach Japan. Das sehe ich dann.

  5. El Mirador und Tikal | Ja, ich muss unbedingt noch nach Guatemala. Seit es mir die Maya-Ruinen in Yucatán, Mexiko angetan haben, reizen mich die größeren und urtümlicheren Ruinen in Guatemala. Tikal ist dabei weit bekannt und wird ähnlich wie Chichen Itzá von tausenden Touristen besucht, jedoch sind die steilen Türme ein unglaublicher Anblick und geniales Fotomotiv – und kamen außerdem bereits in Star Wars als Rebellenstützpunkt vor! El Mirador hingegen wird seltener besucht und der Grund übt gleichzeitig die größte Anziehung auf mich aus: Die Ruinen werden nur durch eine mit Hin- und Rückweg sechstägige Wanderung durch den Urwald erreicht. Wenn das nicht nach Indiana Jones schreit! Es ist gesetzlich geregelt, dass man diese Unternehmung nicht auf eigene Faust unternehmen kann, sondern offizielle Führer buchen muss. Preislich scheint es für mich jedoch in Ordnung, wenn ich in einer Gruppe von bis zu 8 Personen unterwegs bin, mit Führer, Koch und sogar Packeseln dabei! Die Kosten von etwa 200€ inklusive Verpflegung und Hängematte scheinen fair zu sein.

  6. China | Genauso gut hätte hier ein ganzer Kontinent genannt werden können. China ist riesig, weshalb ich mir gerne ein halbes Jahr dafür Zeit lassen würde. Mich interessieren Städte wie Beijing, Hongkong und Lijiang, Klöster und Tempel, Karstgebirge, Wüsten und Reisfelder. Dazu soll mein weniger als rudimentäres Chinesisch aufgebessert werden. Wenn sich die schwierige Möglichkeit bietet, möchte ich natürlich auch nach Tibet reisen und die Stadt Lhasa besuchen. Vielleicht kann ich hier für ein paar Tage wandern gehen oder sogar einen Berg besteigen – sofern ich überhaupt mit der Höhe klarkomme, die die Hochebene von Tibet an sich bereits hat.

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